1. Mannschaft

04.06.2013

2:4 - Erste verliert gegen Meister VfL

Nach dem Aufstieg in die Kreisliga A hat der VfL Stuttgart gestern durch einen mühelosen 4:2-Sieg beim SV Gablenberg den nächsten Titel und damit den Durchmarsch in die Bezirksliga perfekt gemacht.

Bierduschen gab es in jüngster Vergangenheit viele im Fernsehen zu sehen. Was in der Bundesliga und auf der großen europäischen Fußball-Bühne mittlerweile Alltag ist, wird auch in der Kreisliga praktiziert, zumindest in Ansätzen. Anstatt Gerstensaft bekamen die beiden VfL-Trainer Peter Bauer und Sudgi Azem Eiswasser über die Köpfe geleert. Jedoch benötigten beide nach den 90 Minuten keine Abkühlung. Der Weg zur Meisterschaft beziehungsweise zum Durchmarsch in die Bezirksliga war gleich aus mehreren Gründen unaufgeregt. Zwei Spieltage vor Schluss betrug der Vorsprung des VfL sechs Punkte und elf Tore – nur noch theoretisch hätte der Wimpel in andere Hände wandern können. Das dachte sich wohl auch Konkurrent Sportfreunde Stuttgart, der sich  in Uhlbach freundlich gegenüber den TSV-Angreifern zeigte und letztlich 0:7 baden ging – der VfL war stets über das Ergebnis informiert und die Niederlage zeichnete sich schnell ab. Darüber hinaus sorgten die VfL-Akteure auf dem Gablenberger Platz auch für einen beruhigenden 3:1-Pausen-Vorsprung, wobei dieser noch beruhigender hätte ausfallen können, wenn Torjäger Albert Aliu in der 43. Minute allein vor dem Tor nicht zu überheblich abgeschlossen und eine Minute später nicht nur den Pfosten getroffen hätte. Besser machte es Dominik Bauer bereits in der vierten Minute. Aus 23 Metern hielt er drauf und der Ball knallte zuerst gegen die Latte und dann an den Hinterkopf des unglücklichen SVG-Schlussmanns Jeremy Burkle und landete dann im Netz. Sechs Minuten später zappelte der Ball zum zweiten Mal im Netz und erneut ließ sich Bauer feiern. Diesmal nahm er einen herrlichen Pass von Albert Aliu frei vor dem Tor volley und ließ Burkle keine Chance. Der SV Gablenberg, bei dem drei Spieler aus der zweiten Mannschaft auf der Bank Platz nahmen und in der Innenverteidigung der 41-jährige Markus Scheiderer begann, spielte nach vorne munter mit, offenbarte in der Defensive aber Lücken. Dennoch gelang dem guten A-Jugendlichen Thomas Christ bereits in der zwölften Minute der Anschlusstreffer. Nach dem torreichen Auftakt zappelten die Netze einige Zeit nicht mehr. In der 22. Minute war es dann aber wieder soweit. Nach einem Eckball flipperte sich der Ball durch die Gablenberger Abwehrreihe, bis er plötzlich vor den Füßen von Aliu lag und dieser aus kurzer Entfernung das beruhigende und verdiente 3:1 erzielte. Obwohl es für Gablenberg um nichts mehr ging, gab das Team von Carmine Napolitano nicht auf und schnürte den angehenden Titelträger im zweiten Abschnitt fast 45 Minuten lang in dessen Hälfte ein. VfL-Trainer Bauer hatte dafür eine einfache Erklärung: „Schon zur Pause war klar, dass die Sportfreunde in Uhlbach verlieren werden. Deshalb hat die Mannschaft nicht mehr so konzentriert gespielt.“ So gelang den tapferen Gablenbergern in der 54. Minute durch Filip Radusinovic per Kopf der verdiente Anschlusstreffer. Danach vergaben die Hausherren mehrmals die Chance zum Ausgleich – unter anderem knallte Radusinovic (72.) das Leder gegen den Pfosten. Dies rächte sich in der Nachspielzeit, als der kurz zuvor eingewechselte Sasa Djakovic per herrlichem Volleyschuss den 4:2-Endstand erzielte. Danach herrschte beim VfL Stuttgart nur noch Jubel, Jubel, Jubel über einen Titelgewinn, den vor der Runde dem Aufsteiger wohl niemand zugetraut hätte.

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