1. Mannschaft

29.04.2011

Erste Mannschaft: Alex Russky nicht mehr Trainer

Der abstiegsbedrohte SV Gablenberg hat sich von Trainer Alexander Russky getrennt. Bis zum Saisonende wird Mark Bergenthal die Mannschaft coachen und bereits morgen im Heimspiel gegen den TSV Münster an der Seitenauslinie stehen.

 

Der vorletzte SVG hat aus sportlicher Sicht die Reißleine gezogen, jedoch gibt Spielleiter Ralf Kiedaisch zu: „An der Misere hat Russky nur eine geringe Schuld. Hauptverantwortlich sind die Spieler mit ihrer schlechten Trainingsbeteiligung und schwachen Leistungen bei den Spielen.“ Jedoch konnte Russky auch keine Akzente mehr setzen. „Er hat die Mannschaft nicht mehr erreicht, einige Spieler waren unzufrieden.“ Mit dem Trainerwechsel hofft man nun auf einen Schub, um vielleicht doch noch das rettende Ufer erreichen zu können. Bei fünf Punkten Rückstand und der derzeit schwachen Form der Mannschaft wird der Klassenerhalt „natürlich verdammt schwer“, weiß Kiedaisch. Mark Bergenthal, der gestern zum ersten Mal mit der Mannschaft trainierte, will wieder „Freude vermitteln“ und vor allem „A-Jugendspieler an die erste Mannschaft heranführen“. Denn das sei der Weg für die Zukunft in Gablenberg, auch wenn man absteigen sollte. Letzteres versucht er natürlich noch abzuwenden. „Die Chance besteht noch, vielleicht schaffen wir ja noch die Kehrtwende“, sagt der 30-jährige C-Lizenzinhaber, der viele Jahre Jugendtrainer in Gablenberg war. Für die Kehrtwende ist ein Sieg morgen gegen den TSV Münster jedoch Pflicht. Bergenthal: „Wichtig ist, dass die Mannschaft ihr Bestes gibt, dann wird man sehen, was dabei herauskommt.“Er sei enttäuscht, aber auch erleichtert, sagt Russky über die Trennung von Gablenberg. Enttäuscht deshalb, „weil ich dachte, die Saison zu Ende zu bringen“. Erleichtert, weil es „häufig mit nur sechs Spielern im Training keinen Spaß und eigentlich auch keinen Sinn gemacht hat und ich öfters darüber nachgedacht habe, einfach hinzuwerfen“. Die Entscheidung des Vereins könne er aber nachvollziehen, schließlich sei ein Trainerwechsel ein letzter Versuch, die Dinge noch zum Guten zu wenden. Im Fall Gablenberg „wird es aber verdammt schwer werden, zumal die Mannschaft in den vergangenen drei Partien kein Leben gezeigt hat“.

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