1. Mannschaft

22.03.2010

Münster – SVG 0-2 (2. Berichte)

Gegen den SV Gablenberg kassierte der TSV Münster eine bittere 0-2 Heimniederlage und orientiert sich vorerst wieder nach unten. Beide Gegentore fielen in der Nachspielzeit.

Es entwickelte sich von Beginn an eine unansehnliche und zerfahrene Partie ohne große Höhepunkte auf beiden Seiten. Viele Standardsituationen, lange Bälle und verbissene Zweikämpfe bestimmten das Spiel. Gablenberg zeigte die etwas reifere Spielanlage und war dem Führungstreffer näher als Münster, jedoch zeigte Schlussmann Pellegrino wieder eine tadellose Leistung und ließ sich auch dank des Pfostens nicht überwinden. Auf der Gegenseite scheiterte Bozoki nur knapp mit einem strammen Schuss, der am Toreck vorbeizischte.

Nach dem Pausentee verflachte das Spiel zusehends und der absolut sicher leitende Schiedsrichter Stefan Eichinger vom FC Bargau war der Mann mit der besten Leistung auf dem Platz. Münsters Taktik mit vielen hohen langen Bällen war viel zu einfach auszurechnen und Stürmer Bauer war seines Jobs als Alleinunterhalter im Angriff nicht zu beneiden. Wie auch er hatten wohl alle Akteure nach dem Spiel Nackenschmerzen zu beklagen ob der vielen Mondbälle. Als beide Mannschaften schon mit einem Remis zufrieden schienen, setzte sich Schaller auf der rechten Seite konsequent durch und erzielte die überraschende Führung (90. + 1) für Gablenberg mit einem platzierten Schuss ins Toreck. Münster warf nun alles nach vorne und musste noch das 0-2 durch Fenchel (90. + 2) hinnehmen und schlich mit hängenden Köpfen vom Platz.
 
Bericht aus der Cannstatter Zeitung vom TSV Münster.
 
 
2. Spielbericht (Autor unbekannt):
 
Ausgebuffte Gablenberger nehmen Dreier mit
"Wir sind mit einem Sieg dran" hatte Münsters Trainer Uwe Braun vor der heutigen  Bezirksliga-Begegnung die Parole auf dem sehr gut bespielbaren Münsterer Hartplatz gegen den SV Gablenberg ausgegeben. Aber die Gäste straften ihn Lügen und legten in der ersten Halbzeit den Angriff der Gäste ganz eng an die Kette und glänzten mit feinen Angriffsanstrengungen. In der 5. Minute musste sich Münsters Goali Guiseppe Pellegrino gewaltig strecken, um gegen den durchgebrochenen Angriffsführer der Gäste Martin Rücker zu klären.In der 6. Minute hatten die Gablenberger bereits den dritten Eckball erkämpft, der allerdings nichts einbrachte aber ein Beleg dafür war, in welche Richtung der Ball, das Spiel lief. Die Gablenberger taten viel dafür, dass sich an der Spielbestimmung durch sie nicht viel änderte, im Bedarfsfalle griff man auch zu äußerst rustikalen Verfahren, wie in der 11. Minute, als Teuber den Münsterer Zipperlen kurz, aber überhaupt nicht schmerzlos, umsäbelte. 
 
Die Hausherren waren in dieser Phase nur bei Standards gefährlich, der einzig nominelle Stürmer Dominik Bauer hatte stets zwei Gästeabwehrspieler auf den Füßen stehen, die ihn weder zur Entfaltung noch in Ballbesitz kommen ließen. Tannenberg, der ebenfalls etatmäßige Stürmer fehlte wegen einer gewonnenen Skiausfahrt, wedelte auf der Skipiste und nicht im Gablenberger Strafraum. Michael Bodendorfer, der zwischen Mittelfeld und Angriff pendelte, hatte in dieser Phase des Spiels mehr als im genug war, sich mit Abwehraufgaben zu beschäftigen, sodass Bauer oft mutterseelenallein vorne stand und sehr gut von der Gablenberger Abwehr beherrscht wurde.
 
In der 35. Minute kanoniert der Gablenberger Rücker am Münsterer Tor knapp vorbei, in der 40. Minute traf  der Gablenberger Schaller nur den Pfosten. Kurz vor dem Halbzeitpfiff  zeigten die Hausherren, dass sie durchaus in der Lage sind, Tordrang zu entwickeln. Eine schnell und präzis vorgetragene Kombination der Hausherren wurde von Ganioglu  neben das Tor abgeschlossen, ohne dass die bis daher sicher stehende Gablenberger Abwehr  eingreifen konnte. 
 
Münsters Trainer Uwe Braun dürfte in der Pause seinen Mannen klar gemacht haben, dass mit der Spielweise der ersten Hälfte wohl kein Blumentopf zu gewinnen ist. Dem Spiel tat es gut, dass die Spielanteile jetzt gleichmäßiger verteilt waren. Gleich in der 46. Minute scheiterte der Münsterer Doll mit einem Freistoß. Wenn Doll sich jetzt in den Angriff einschaltete, wurden die Aktionen in Richtung Gablenberger Tor  zumindest etwas druckvoller, ohne dass die Aktivitäten der Gäste deswegen weniger darauf angelegt waren, ein Tor zu erzielen. In der 60. Minute  donnerte der Gablenberger Fenchel knapp am Tor der Münsterer vorbei und zwei Minuten später  wurde  der  doch eher kleingewachsene Bodendorfer ein Großer, als er einen Ball nach Eckball per Kopf  aus der Torecke köpfte. 
 
Münsters Torhüter Pellegrino hätte sich nicht beschweren dürfen, als er außerhalb des eigenen Strafraums einen allein auf ihn zueilenden Gablenberger mit einem Griff, der nur im griechisch-römischen Ringkampf erlaubt ist, aufs Kreuz legte, wenn er dafür  und dafür  den roten Karton gesehen hätte. Der Schiri entschied sich zum Glück für Münster für gelb. Das Spiel wogte hin und her und manchmal schien es, als ob die Hausherren langsam sich ein Übergewicht erspielen konnten. Auf der einen Seite rettete Pelegrino, auf der anderen konnte sich Gablenbergs Torwart Karagiozids nicht über fehlende Arbeit beklagen. Münsters Trainer schöpfte in der Schlussphase sein Auswechselkontigent aus, brachte frische Leute, wollte den Druck auf  die Gablenberger  noch erhöhen. Münsters Stürmer Bauer, der sich lange Zeit die Füße  im Sturmzentrum in den Bauch gestanden hatte, ließ sich plötzlich zurückfallen, mühte sich selber um Bälle und eröffnete seinen Mitspielern dadurch plötzlich Lücken, in die diese hineinstießen ( Doll, Zipperlen). In der 82. Minute blieb Gablenbergs Trainer Baric die Luft beinahe im Hals stecken. Kostnjal hatte im eigenen Strafraum den flinken Bodendorfer  klassisch von den Beinen geholt - allein der Pfiff des Schiris blieb aus, wohl eine Reaktion auf den unterlassenen Pfiff bei Pellegrinis Sense auf der anderen Seite. 
 
Die Schlussphase war dramatisch. Die Hausherren drückten aufs Gablenberger Tor, die Gäste  inszenierten eigentlich nur noch Entlastungsangriffe. In der 89. Minute - die Hausherren  standen an der eigenen Strafraumgrenze mit drei Mann näher am Ball, als der Gablenberger Schaller. Dieser quirlige Stürmer bemerkte den Kollektivschlaf der Hausherren am ehesten, schnappte sich die Kugel, bevor den verdutzten Knollenbäuchen ein Licht aufging, lief auf Pellegrino zu und lochte zum 1:0 ein. Die Hausherren warfen in der bereits laufenden Nachspielzeit  alles nach vorne, um ein sicherlich nicht unverdientes Remis zu erzielen, entblößten dabei ihre Abwehr. Diese musste den präzise angespielten Fenchel ziehen lassen, der mit einem strammen Schuss Pellegrino keine Chance ließ. Kurz darauf pfiff der Schiri die Begegnung  beim Stand von 0:2 ab - die cleverere Mannschft hatte gewonnen.
 
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