1. Mannschaft

24.04.2010

Trainer Baric verlässt den SV Gablenberg

Bezirksligist empfängt Beograd Stuttgart zum Spitzenspiel
 
Der SV Gablenberg spielt eine klasse Saison und ist derzeit Spitzenreiter. Doch in die Euphoriewelle kommt ein Dämpfer: Trainer Danijel Baric, der am Sommer erst auf der Waldebene seine Arbeit aufnahm, wandert nach dieser Saison wieder ab. Er wird Trainer beim Bezirksligisten TSV Ofterdingen.
Es ist sicherlich ein großer Verdienst von Baric, dass die Gablenberger an der Spitze stehen. Schaut man der Mannschaft nur mal auf das taktische Rüstzeug, sieht man, dass in diesem Bereich sehr viel und erfolgreich gearbeitet wurde. Das ballorientierte System mit Viererkette, auf das Baric bei seinem Amtsantritt umgestellt hat, funktioniert mittlerweile nahezu perfekt, scheinen die Spieler verinnerlicht zu haben. Nicht umsonst hat der SVG mit nur 23 Gegentoren das leistungsfähigste Abwehrbollwerk der Liga. Trotz des Erfolgs verlässt Baric den SVG und das nicht etwa in eine höhere Klasse. Nein, sondern in den Bezirk Alb, zum Bezirksligisten TSV Ofterdingen, der als drittplatzierter nur noch geringe Chancen auf die Relegation hat. Für Baric sind es „die Perspektiven, die für einen Wechsel sprechen.“ Denn der Traditionsverein mit Oberliga- und Verbandsliga-Vergangenheit möchte wieder erfolgreicher Fußball spielen und hat große Pläne. „Spätestens in zwei Jahren will man in der Landesliga spielen und dafür haben sie mich angesprochen“, sagt Baric. Vor allem ist er aber von den Möglichkeiten begeistert, die in Ofterdingen geboten sind. „Ein neuer Kunst- und Rasenplatz steht zur Verfügung und es kümmern sich viele Leute um die erste Mannschaft.“ Eine höhere Aufwandsentschädigung als in Gablenberg habe nicht den Ausschlag für den Wechsel gegeben. „Ich verdiene in meinen Job gut und bin nicht auf Fußball angewiesen. Ich mache dies, weil ich eine große Chance darin sehe“, sagt der ehrgeizige Baric, der binnen einem Jahr die B- und die A-Lizenz gemacht hat. Der Abschied würde ihm schon schwer fallen, und so will er mit dem Team natürlich in den verbleibenden neun Begegnungen das Maximum herausholen. Und in Sachen Meisterschaft hat man schließlich noch die besten Karten. Für Baric steht morgen ein Schlüsselspiel an. Der SV Gablenberg empfängt Beograd und das ist auch das Aufeinandertreffen der besten Rückrundenteams. „Gewinnen wir, dann dürfte Beograd aus dem Rennen sein, ansonsten sprechen sie auch noch ein Wort um die Meisterschaft mit.“ Personell gibt‘s in Gablenberg keine Veränderungen, so dass erneut fünf A-Jugendliche ran müssen.  
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