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1. Mannschaft

27.09.2010

1. Mannschaft erkämpft Punkt gegen SGU

Der SV Gablenberg hat ein Lebenszeichen von sich gegeben. Im Kellerduell gegen die SG Untertürkheim sicherte sich das Team von Trainer Alexander Russky nach einer kämpferisch aufopferungsvollen Leistung ein 0:0 und somit nach fünf „Leerläufen“ in Folge wieder einen Zähler. Damit gab man die Rote Laterne an den SC Stammheim ab.

Bei einem 0:0 gibt es ja keinen Sieger und keinen Verlierer. Doch betrachtet man die Reaktionen beider Mannschaften samt Trainer nach dem Abpfiff, so waren deutliche Unterschiede in der Gemütslage erkennbar. Die SGU-Akteure inklusive Trainer Gunter Wenninger ver­schwanden flotten Schrittes und mit gesenkten Häuptern in der Kabine, die Gablenberger plus Trainer Russky klatschten sich gegenseitig ab und strahlten. „Die Mannschaft trat als Einheit auf, hat gekämpft bis zum Umfallen und sich den Punkt verdient. Nur so kommen wir weiter“, lobte ein sichtlich zufriedener Russky, der auf einen A-Jugendspieler und zwei Akteure aus der zweiten Mannschaft zurückgreifen musste und erneut Ersatztorhüter Manuel Mümmler in der Startformation präsentierte.

SGU-Coach Wenninger hingegen war stocksauer und praktisch wütend auf alle, die auf dem Sportplatz waren. „Ich bin mit meiner Mannschaft absolut nicht zufrieden, mit den Gablenbergern nicht, die teilweise sehr hart spielten und mit dem Schiedsrichter nicht, der zu viele Aktionen laufen und unbestraft ließ.“ Letztlich hätte es gereicht, wenn er nur auf seine Mannschaft sauer gewesen wäre, denn die hatte den Sieg unnötig vergeigelt. Von der Spielanlage und Kondition war die SGU das bessere Team, jedoch fehlten klare Aktionen. Vielmehr versuchten die Offensivspieler noch einen Gablenberger auszutanzen oder noch einen Doppelpass zu versuchen, was es der guten Deckung dann einfach machte zu klären, anstatt zielstrebig den Weg zum Tor beziehungsweise den Abschluss zu suchen. Und: In der zweiten Hälfte vergaben die Untertürkheimer - wie so oft in dieser Saison - klarste Einschussmöglichkeiten.Von klaren Einschussmöglichkeiten war im ersten Abschnitt nichts zu sehen. Die SGU hatte mehr Ballbesitz, außer einigen Distanzschüssen aber keine gefährlichen Gelegenheiten. Die hatten die mächtig kämpfend Gablenberger auch nicht. Außer in der 44. Minute: Ein Eckball flog herein, Patrick Binder stieg höher und höher und köpfte zum 1:0 ein. Alle Spieler in Grün jagten dem vermeintlichen Torschützen hinterher, doch Schiedsrichter Daniel Fuchs (Tübingen) entschied auf Aufstützen und gab den Treffer nicht - eine fragwürdige Entscheidung. So sahen es selbst einige eingefleischte SGU-Anhänger. Die Gablenberger bekamen den Pfiff wohl nicht mit, waren weiter am Jubeln und hätten im Gegenzug beinahe das 0:1 hinnehmen müssen. Doch wie so oft vertändelte die SGU-Offensive in Überzahl leichtfertig das Spielgerät. Nach der Pause wurden die Angriffe der Gäste gefährlicher.

Vor allem entfachte ein Duell zwischen den SGU-Angreifern und SVG-Schlussmann Pana Karagiozidis. Zwischen der 55. und 58. Minute rettete der Schlussmann gleich zweimal gegen Erdem Ürün, der frei vor ihm auftauchte und Oliver Schleicher, der ebenfalls nur noch den Torhüter vor sich hatte. Im Gegenzug hätte sich dies beinahe gerächt. Binder steuerte alleine auf Sutharsan Satkunanandan zu und fand in diesem seinen Meister. Die Gablenberg schienen nun verstärkt nach Luft zu japsen, die SGU Oberwasser zu bekommen. Aber auch der eingewechselte Marek Zappadka konnte den einzigen Fehler von Karagiozidis nicht nutzen und köpfte über das Tor.Danach verfiel die SGU wieder in Einzelaktionen und umständlichen Fußball. Die Partie beruhigte sich, bis erneut Schleicher (75.), in der Vorsaison noch Untertürkheims Topscorer, den Ball seelenruhig sieben Meter vor dem Tor annehmen konnte, aber erneut im Abschluss an Karagiozidis scheiterte. Danach war wieder Mittelfeldgeplänkel angesagt, ehe nacheinander Gablenbergs Kapitän Martin Rücker (88.) nach wiederholtem Foulspiel und Bari Khostwal (91.) wegen Meckerns zurecht die Farbenkombination Gelb-Rot unter die Nase gereicht bekamen. Trotz Unterzahl wäre den Gastgebern mit der letzten Aktion beinahe der Siegtreffer gelungen. Doch der 17-Meter-Schuss des A-Jugendlichen Tobias Rücker strich knapp über die Querlatte. Doch das wäre des Guten auch zuviel gewesen. Dennoch freuten sich die Gablenberger über den einen Punkt, während sich die SGUler über zwei verschenkte Zähler ärgerten.
 

Tags:  Spielbericht