2. Mannschaft

03.06.2009

SVG II gewinnt vorzeitig den Titel

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Frischzellenkur führt prompt zum Aufstieg

Unverhoffte Ereignisse sorgen oftmals für überschwängliche Freude: So auch beim SV Gablenberg II. Vor der Saison wurde ein Neuanfang gestartet. Dass dieser dann so hervorragend klappt, hatten „wir nicht gedacht“, sagt Trainer Stephan Hentschel. Denn bereits zwei Spieltage vor Saisonende sicherte sich der SVG II den Aufstieg in die Kreisliga A.

Höhen und Tiefen, das gehört dazu, wenn man in irgendeiner Form mit dem SV Gablenberg II verbunden ist. Das Team stieg bereits in der Vergangenheit regelmäßig in den Fahrstuhl, drückte auf die Taste Kreisliga A oder B. Auch außerhalb des Platzes waren Turbulenzen ständiger Begleiter, womit auch Stephan Hentschel, der das Team 2007 aussichtslos in der Kreisliga A übernahm, reichlich Bekanntschaft gemacht hat. „In der vergangenen Saison entschuldigte sich kein Spieler, samstags vor den Spielen wusste ich noch nicht, wer sonntags spielt und ob wir überhaupt eine Mannschaft auf dem Platz haben“, blickt Hentschel zurück. Keine befriedigende Situation für einen Trainer. Aus diesem Grund spielte er häufig mit dem Gedanken hinzuschmeißen. Doch Spielleiter Ralf Kiedaisch und die gute Seele der zweiten Mannschaft, Jörg Weiße - „beide haben mich auch in der Meistersaison hervorragend unterstützt“ - überredeten ihn mit Blick in die Ferne zum Weitermachen. Grund: Denn da stießen 14 Spieler aus der A-Jugend zum Kader der Zweiten und auf die war Verlass. „Hartmut Albeck hat sie fußballerisch hervorragend ausgebildet, zudem sind sie charakterlich einwandfrei und haben sich richtig reingehängt“, lobt Hentschel, der auch eine „sensationelle Kameradschaft“ für den Sprung zurück in die Kreisliga A verantwortlich macht. Von dem Trümmerhaufen der Vorjahre blieben in Martin Kühnle und Mehmet Er nur noch zwei Akteure übrig. Das Team komplettierten beziehungsweise verstärkten unter anderem Markus Scheiderer mit seiner langjährigen Bezirksliga-Erfahrung und Torhüter Marc Röhl. Die beiden Letztgenannten haben „die Mannschaft geführt“. Und ob des kompletten Neuaufbaus habe man auch nicht gewusst, wohin die Reise gehen würde. Doch schnell war klar: Die Mannschaft harmoniert auf und außerhalb des Spielfelds, gibt alles und spielt um den Aufstieg mit. Ebenfalls war schnell klar: Hartnäckigster Kontrahent ist der TSV Zuffenhausen. Doch diesen besiegte man in der Vorrunde mit 3:1, ging eigentlich mit einer weißen Weste in die Winterpause, aber nur eigentlich. Denn der 8:1-Sieg gegen Heslach wurde aufgrund eines Formfehlers vom Sportgericht in eine Niederlage umgewandelt. Doch Gablenberg blieb dran, bekam in Patrick Binder zusätzliche Unterstützung. Der technisch versierte Akteur wurde aus disziplinarischen Gründen in der Ersten aussortiert und schloss sich der Zweiten an. Mit Erfolg: Er erzielte in neun Spielen 25 Treffer, unter anderem fünf beim 9:3-Erfolg im Rückspiel gegen den TSV Zuffenhausen. Der klare Sieg und die damit verbundene sichere Meisterschaft ließen die einzige Peinlichkeit der Saison, eine Niederlage gegen den TSV Uhlbach II, schnell vergessen.Für die kommende Spielzeit bleibt die Mannschaft zusammen, nur Binder darf zurück in die erste Mannschaft. Zudem bekommt man erneut Unterstützung aus der A-Jugend und ist noch mit anderen Akteren in Gesprächen. Doch egal wer dann im Kader stehen wird, das Ziel ist klar: „Wir wollen das Image der Fahrstuhltruppe ablegen und ich denke, dass diese Mannschaft gute Perspektiven für die Zukunft hat.“

Die Meistermacher
Marc Röhl, Martin Kühnle, Mehmet Er, Flo Pachner, Markus Graf, Dominik Betzler, Jeremy Frick, Charles Chinedu, Stefan Schullehner, Andreas Bikidis, Markus Scheiderer, Nicos Kouspentis, Patrick Binder, Stelios Apostoludis, Filip Radusinovic, Sebastian Steegmüller, Kosta Baxevanidis, Helmut Zeck, Tefik Mustafi, Betreuer Heinz Scheiderer, Trainer Stephan Hentschel.
 

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